Craniosacrale Therapie

Craniosacrale Therapie

Die Craniosacrale Therapie ist eine Behandlungsform, die strukturelle Blockaden zwischen Kopf (Cranium) und Kreuzbein (Sacrum) sowie des angrenzenden Gewebes löst.

Heutiger Kenntnisstand

Neuere Untersuchungen bestätigen die von Herz- und Atemrhythmus unab-hängige Eigenbewegung des Hirns und der Hirnflüssigkeit. Dieser Bewegung müssen sich Schädelknochen, Hirn- und Rückenmarkshäute anpassen, die sie wiederum auf die Wirbelsäule, das Kreuzbein und von dort auf das Skelett, das Bindegewebe und auf den gesamten Organismus weiterleiten.

Ist durch Blockaden diese Weiterleitung im craniosacralen System nicht oder nur eingeschränkt möglich, können in Folge dessen im gesamten Körper unterschiedliche Beschwerden auftreten.

Behandlung

Der Therapeut ertastet Rhythmus und Ausmaß der oben beschriebenen Bewegung. So kann er vorliegende Blockaden erkennen und sie durch sanfte Druck- und Zugimpulse lösen. Dieses hilft dem Körper sich zu regulieren, aktiviert die Selbstheilungskräfte und stimuliert das Immunsystem.

Die Behandlung dauert ca. 1 Stunde und findet im Liegen statt. Sie wird meistens als sehr angenehm und entspannend empfunden.

Anwendungsgebiete

  • Akute und chronische Schmerzzustände
  • Wirbelsäulenerkrankungen
  • - Arthrose
    - Bechterew
    - Scheuermann
    - Rheuma
    - Bandscheibenvorfall
    - Schleudertrauma
  • Neurologische Erkrankungen
  • - Multiple Sklerose
    - Parkinson
    - zerebrale Lähmungen
    - Schiefhals
  • nach Schlaganfall
  • nach Unfall oder Operation zur Förderung der Regeneration
  • nach Entbindungen
  • begleitend bei kieferorthopädischen Behandlungen
  • Kiefergelenksdysfunktionen
  • Schlafstörungen
  • Migräne
  • Tinnitus
  • Schwindel
  • Dreimonatskoliken bei Säuglingen
  • Koordinationsstörungen bei Kindern

Ursprung

Der Arzt und Osteopath William G. Sutherland erkannte Anfang des 20. Jahrhunderts, dass die einzelnen Knochen des Schädels auch beim Erwachsenen gegeneinander beweglich sind. Er entwickelte Behandlungstechniken, mit deren Hilfe Blockaden im Bereich der Schädelnähte und der mit dem Schädel verbundenen Wirbelsäule gelöst werden.

Der Chirurg Dr. John E. Upledger bestätigte in den 60er Jahren durch seine wissenschaftlichen Arbeiten die Entdeckung Sutherlands und entwickelte das nicht invasive Behandlungskonzept der Craniosacralen Therapie weiter.